Nachhaltige Verpackungen für Lebensmittel: Materialien, Beispiele und Regeln in der Schweiz, Deutschland und Österreich
Papier statt Plastik, kompostierbare Folie, Mehrwegbox? Wer Käse an der Theke einpackt, Gemüse in Kisten liefert oder Mahlzeiten gekühlt zustellt, steht vor derselben Frage: Welche nachhaltige Verpackung ist für Lebensmittel wirklich die bessere Wahl? Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, was mit der Verpackung nach dem Gebrauch passiert. Genau das unterscheidet sich in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich.
Dieser Ratgeber erklärt die Begriffe, vergleicht die Materialien, zeigt Beispiele nach Einsatzbereich und fasst die Regeln zusammen, die 2026 gelten. Jede Aussage zu Gesetzen und Entsorgung ist belegt; die Quellen finden Sie am Ende des Artikels.
Das Wichtigste in Kürze
- Die umweltfreundlichste Verpackung ist die, die man vermeidet – danach kommt Mehrweg. Eine im Auftrag der Umweltministerien Deutschlands und Österreichs sowie des BAFU erstellte Ökobilanz zeigte: Mehrwegbecher sind deutlich umweltfreundlicher als Einwegbecher, und kompostierbare Einwegbecher schnitten nicht besser ab als herkömmliche.
- «Bio», «biobasiert», «biologisch abbaubar» und «kompostierbar» sind vier verschiedene Dinge. Nur «kompostierbar» ist über eine Norm definiert: EN 13432 – die EU-Norm für industrielle Kompostierbarkeit.
- Kompostierbare Kunststoffverpackungen gehören in Deutschland und Wien nicht in die Biotonne, auch wenn sie zertifiziert sind. In der Schweiz entscheidet die Gemeinde.
- Die Schweiz bekommt eine neue Verpackungsverordnung: Sie tritt Anfang 2027 in Kraft; Verpackungen sollen möglichst gut rezyklierbar sein, die Gestaltungsanforderungen greifen laut SVI ab 2030.
- In Deutschland gilt seit 2023 die Mehrwegangebotspflicht für To-go-Speisen in Kunststoffverpackungen und für Getränkebecher.
- Die beste nachhaltige Verpackungslösung wählt man deshalb pro Einsatz: Mehrweg für Lieferung und Logistik, Papier ohne Kunststoff für die Theke, zertifiziert kompostierbares Material dort, wo die Verpackung verschmutzt ist und kaum recycelt werden kann.
Was ist eine nachhaltige Verpackung?
Eine nachhaltige Verpackung schützt das Lebensmittel mit so wenig Material und Umweltbelastung wie möglich – über ihren ganzen Lebensweg: Rohstoff, Herstellung, Transport, Nutzung und Entsorgung. «Nachhaltig» ist kein geschützter Begriff und kein Label. Ob eine Verpackung nachhaltig ist, hängt deshalb nicht am Wort auf der Packung, sondern an drei prüfbaren Fragen:
- Braucht es sie überhaupt? Laut Bundesrat gilt in der Schweizer Abfallverordnung (VVEA): Abfälle sind zu vermeiden; wo das nicht möglich ist, sollen Gegenstände wiederverwendet oder rezykliert werden.
- Kann sie wiederverwendet oder recycelt werden – dort, wo sie anfällt? Eine technisch recycelbare Verpackung, für die es vor Ort keine Sammlung gibt, wird verbrannt.
- Ist ihr Versprechen belegt? Zertifikate mit Nummer, Normen und nachvollziehbare Herkunft statt allgemeiner Umweltversprechen.
Eine gute Lebensmittelverpackung muss ausserdem das tun, wofür sie da ist: das Produkt frisch halten. Eine Verpackung, die Lebensmittelverluste verursacht, ist nie nachhaltig – egal aus welchem Material.
Bio, biobasiert, biologisch abbaubar, kompostierbar: Was bedeuten die Begriffe?
Die Suche nach «Bioverpackung» oder «Bio-Verpackung» führt oft zu Produkten, die Unterschiedliches meinen. Das Bundesamt für Umwelt BAFU unterscheidet zwei Arten von Biokunststoffen, die dem Konsumenten mit jeweils eigenen Bezeichnungen begegnen: «biobasiert» oder «aus erneuerbaren Ressourcen» auf der einen Seite, «biologisch abbaubar» oder «kompostierbar» auf der anderen. Und das BAFU hält fest: Nicht alle Biokunststoffe sind auch tatsächlich biologisch abbaubar. Herkömmliche Kunststoffe gehören ohnehin nicht in Kompostier- und Vergärungsanlagen.
Das deutsche Umweltbundesamt formuliert es genauso klar: Biobasierte Kunststoffe können biologisch abbaubar sein, sind es oft aber nicht – etwa biobasiertes PET. Umgekehrt können biologisch abbaubare Kunststoffe auch aus fossilen Rohstoffen bestehen.
| Begriff | Was er aussagt | Was er nicht aussagt |
|---|---|---|
| Biobasiert / aus erneuerbaren Rohstoffen | Woher der Rohstoff kommt (z. B. Pflanzen) | Nichts über die Entsorgung |
| Biologisch abbaubar | Dass Mikroorganismen das Material irgendwann abbauen | Nicht, wie schnell und unter welchen Bedingungen |
| Kompostierbar nach EN 13432 | Dass das Material in einer industriellen Kompostieranlage innerhalb festgelegter Fristen zerfällt und abgebaut wird | Nicht, dass Ihre Gemeinde es in der Biotonne akzeptiert |
| OK compost HOME | Dass das Material auf Abbau unter den kühleren Bedingungen eines Heimkomposts geprüft ist | Nicht, dass es in jede kommunale Sammlung darf |
Mehr zu den Normen lesen Sie in unserem Artikel EN 13432 und EN 17427: Was diese Zertifizierungen wirklich bedeuten und im Beitrag Kompostierbar oder biologisch abbaubar: der Unterschied.
Welche Verpackung ist die umweltfreundlichste?
Diese Frage stellen viele Einkäufer in Gastronomie und Handel – Google zeigt sie bei der Suche nach «nachhaltige Verpackungen» unter den ähnlichen Fragen. Eine Rangliste nach Material gibt es nicht. Es gibt aber eine Reihenfolge, auf die sich Behörden in allen drei Ländern stützen:
- Vermeiden. Keine Verpackung ist besser als jede Verpackung.
- Mehrweg. Eine Verpackung, die viele Male genutzt wird, verteilt ihre Herstellung auf viele Einsätze. Das BAFU verweist auf eine Ökobilanz, die im Hinblick auf die EURO 2008 im Auftrag der Umweltministerien Deutschlands und Österreichs sowie des BAFU erstellt wurde: Mehrwegbecher sind deutlich umweltfreundlicher als Einwegbecher.
- Recycelbar – und tatsächlich gesammelt. Sauberes Papier und Karton werden in allen drei Ländern flächendeckend gesammelt.
- Kompostierbar – wo die Verpackung mit dem Bioabfall endet. Das BAFU empfiehlt, «biologisch abbaubar», «kompostierbar» oder «vergärbar» nur bei Produkten zu bewerben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Grüngut landen und dort gewollt sind.
Dieselbe Studie zeigte übrigens, dass kompostierbare Einwegbecher aus erneuerbaren Rohstoffen für die Umwelt nicht besser waren als die herkömmlichen Einwegbecher. Das heisst nicht, dass kompostierbare Verpackungen sinnlos sind. Es heisst: Sie ersetzen Mehrweg nicht, sondern ergänzen es dort, wo Einweg unvermeidbar ist.
Nachhaltige Verpackungen: Beispiele nach Einsatzbereich
Die folgenden Beispiele zeigen, welche nachhaltige Verpackungslösung zu welchem Einsatz passt. Die Produkte stammen aus unserem Sortiment nachhaltiger Verpackungen für Lebensmittel; die Angaben entsprechen den jeweiligen Produktseiten.
| Einsatz | Nachhaltige Lösung | Warum | Entsorgung |
|---|---|---|---|
| Käse, Wurst, Fleisch an der Theke | Papier mit Pflanzenöl-Barriere (PaperLeaf, PaperBag) | Fett- und feuchtigkeitsdicht ohne Kunststoffbeschichtung | Laut Hersteller recycelbar und kompostierbar; örtliche Regel beachten |
| Frischhaltefolie in Küche und Produktion | Kompostierbare Stretchfolie | Ersetzt herkömmliche Folie aus fossilem Kunststoff | In DE und Wien nicht in die Biotonne (siehe unten) |
| Auskleidung von IFCO-Mehrwegkisten | Kompostierbarer IFCO-Beutel | Reduziert Einwegplastik in der Produktionslinie | Je nach Betrieb und Entsorger |
| Gekühlte Lieferung auf der letzten Meile | IFoodBag aus Papier | Isolierung aus Papier statt Kunststoffschaum, laut Hersteller vollständig recycelbar | Papiersammlung, örtliche Regel beachten |
| Wiederkehrende Kühltransporte | Alvobox 52 L / 151 L | Mehrweg über Jahre, stapelbar, waschbar | Am Ende der Nutzung recycelbar |
Papier mit Pflanzenöl-Barriere statt beschichtetem Papier
Viele «Papierverpackungen» für fettige Lebensmittel sind mit Kunststoff beschichtet. Das macht sie schwer recycelbar. Die Alternative: Papier, das mit Pflanzenöl behandelt ist und dadurch eine natürliche Barriere gegen Fett und Feuchtigkeit bildet. Unser PaperLeaf (Blatt) und der PaperBag (Beutel) sind für Käse, Aufschnitt und Fleisch gemacht. Laut Produktangaben ist das Papier ohne Kunststoffbeschichtung (das optionale Sichtfenster des Beutels besteht aus kompostierbarem Material); beide sind recycelbar und kompostierbar, PEFC- und TÜV OK compost HOME-zertifiziert und in Europa aus europäischen Rohstoffen hergestellt. Beide lassen sich mit Ihrem Logo bedrucken – mit Druckfarben ohne Schwermetalle. Als Standardformat ohne Druck gibt es den PaperBag S (34 × 17,5 × 10,5 cm) direkt im Shop.
Kompostierbare Frischhaltefolie
Die kompostierbare Stretchfolie für Lebensmittel (440 mm × 250 m, 12 µm) ist nach TÜV OK compost INDUSTRIAL und OK compost HOME zertifiziert. Wichtig für die Kommunikation: Sie ersetzt Folie aus fossilem Kunststoff, ist aber selbst ein Biokunststoff und damit keine «plastikfreie Verpackung». Ihr Vorteil zeigt sich dort, wo Folie mit Speiseresten verschmutzt ist und ohnehin nicht ins Recycling geht.
Isolierte Verpackung für die Lieferung
Für die gekühlte Zustellung ersetzen Papier und Mehrweg die Einweg-Kühlbox aus Kunststoffschaum. Der IFoodBag ist eine Isoliertasche aus FSC-zertifiziertem, recycelbarem Papier; die Isolierung besteht aus fein zerteiltem Recyclingpapier zwischen zwei Kondensationsbarrieren. Es gibt ihn in 11, 15 und 25 Litern. Die Alvobox ist eine Mehrweg-Isolierbox aus EPP für Tiefkühl-, Kühl- und Warmware: stapelbar, maschinenwaschbar, über Jahre wiederverwendbar und am Ende recycelbar. Laut Produktangaben erfüllt das EPP die Anforderungen an Lebensmittelkontaktmaterialien nach Verordnung (EU) Nr. 10/2011.
Plastikfreie Verpackung: Was geht wirklich ohne Kunststoff?
«Plastikfreie Verpackung für Lebensmittel» ist ein häufiger Suchbegriff – und ein Versprechen, das genau geprüft werden sollte. Drei Fragen helfen:
- Ist das Material selbst Kunststoff? Biokunststoffe – auch kompostierbare – sind Kunststoffe. Wer «plastikfrei» sagt, meint deshalb Papier, Karton, Glas, Metall oder Holzfasern.
- Ist eine Beschichtung Kunststoff? In Deutschland zählt eine Verpackung für die Mehrwegangebotspflicht schon dann als Einwegkunststoffverpackung, wenn sie nur mit Kunststoff beschichtet ist.
- Hält die Verpackung, was das Lebensmittel braucht? Fett, Feuchtigkeit und Kühlung sind die Punkte, an denen «plastikfrei» oft scheitert. Pflanzenöl-behandeltes Papier und Isolierungen aus Papier lösen einen Teil davon.
Weitere Wege, Kunststoff im Betrieb zu ersetzen, beschreibt unser Beitrag Plastik im Unternehmen ersetzen.
Wohin nach Gebrauch? Entsorgung in der Schweiz, Deutschland und Österreich
Hier liegt der häufigste Irrtum bei kompostierbaren Verpackungen: «Kompostierbar» heisst nicht «darf in die Biotonne».
Deutschland: kompostierbare Verpackungen nicht in die Biotonne
Das Umweltbundesamt ist eindeutig: Verpackungen oder Einwegprodukte aus abbaubaren Kunststoffen – wie Becher, Besteck und Teller – gehören nicht in die Bioabfallsammlung. Verpackungen gehören in die gelbe Tonne, den gelben Sack oder die Wertstofftonne. Einzige Ausnahme sind zugelassene Bioabfallsammelbeutel: Sie müssen nach «Bioabfall-Beutel DINplus» zertifiziert sein (Keimling-Symbol) und den Vorgaben von Anhang 5 der Bioabfallverordnung entsprechen – und die Kommune kann sie trotzdem untersagen. Welche Beutel erlaubt sind, erklärt unser Ratgeber Welche Biomüllbeutel sind erlaubt?
Österreich: Beispiel Wien
Die Abfallberatung der Stadt Wien schreibt: Biokunststoffe gehören nicht in die Wiener Biotonne, auch nicht, wenn sie zertifiziert kompostierbar sind – sie gehören wie alle Leichtverpackungen in die Gelbe Tonne. Ein Grund: Der Wiener Kompost wird innerhalb von 8 bis 10 Wochen hergestellt, Biokunststoffe brauchen 12 Wochen. Eine Ausnahme sind biologisch abbaubare Knotenbeutel für den Bioabfall. In anderen Bundesländern informiert der zuständige Abfallverband über die örtlichen Regeln.
Schweiz: die Gemeinde entscheidet
In der Schweiz legt die Gemeinde fest, was ins Grüngut darf. Das BAFU weist darauf hin, dass nicht alle Biokunststoffe tatsächlich biologisch abbaubar sind. Für Papier und Karton gibt es überall kostenlose Sammlungen; übrige Verpackungsabfälle werden laut BAFU mit dem Siedlungsabfall in Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt, wobei Energie zurückgewonnen wird.
Was heisst das für den Einkauf? Wählen Sie kompostierbare Verpackungen dort, wo sie verschmutzt anfallen und nicht recycelt werden können, und kommunizieren Sie die richtige Entsorgung auf der Verpackung. Mit einem Aufdruck lässt sich genau das umsetzen.
Welche Regeln gelten 2026 für Lebensmittelverpackungen?
Schweiz: neue Verpackungsverordnung ab 2027
Der Bundesrat hat am 24. Juni 2026 eine neue Verpackungsverordnung (VerpV) verabschiedet. Sie gilt ab Anfang 2027 und ersetzt die Verordnung über Getränkeverpackungen aus dem Jahr 2000 durch eine Verordnung für alle Verpackungen. Die wichtigsten Punkte laut Bundesrat:
- Verpackungen sollen möglichst gut rezyklierbar sein und vermehrt aus rezykliertem Material bestehen.
- Unnötige Verpackungen und besonders besorgniserregende Stoffe sind zu vermeiden.
- Kunststoffverpackungen müssen zu mindestens 55 Prozent, Getränkekartons zu mindestens 70 Prozent stofflich verwertet werden.
- Hersteller und Händler von Einwegverpackungen aus Kunststoff müssen den Kundinnen und Kunden separate Sammlungen anbieten.
Laut dem Schweizerischen Verpackungsinstitut SVI greifen die Anforderungen an die Gestaltung ab 2030, die Rücknahmepflicht ab 2031 und die Verwertungsziele ab 2032. Für Schweizer Betriebe heisst das: Wer heute auf recycelbare und Mehrweglösungen umstellt, ist vorbereitet.
Deutschland: Mehrwegangebotspflicht seit 2023
Seit dem 1. Januar 2023 müssen Letztvertreiber, die Speisen zum Mitnehmen in Einwegkunststoffverpackungen oder Getränke in Einwegbechern abgeben, auch eine Mehrwegalternative anbieten. Laut dem Bayerischen Umweltministerium gilt das für Becher unabhängig vom Material und für Boxen aus oder mit Kunststoff; Folienverpackungen wie Wraps oder Sandwichfolie sind ausgenommen. Die Mehrwegvariante darf nicht teurer sein und nicht zu schlechteren Bedingungen angeboten werden. Kleinere Betriebe mit höchstens fünf Beschäftigten und höchstens 80 Quadratmetern Verkaufsfläche sind ausgenommen, müssen aber mitgebrachte Behälter der Kundschaft befüllen.
Österreich
Wohin kompostierbare Verpackungen gehören, regeln in Österreich die Gemeinden und Abfallverbände – in Wien ist es die Gelbe Tonne. Für Lieferung und Logistik gilt hier wie überall: Mehrweg schlägt Einweg.
Kompostierbar, recycelbar oder Mehrweg: So entscheiden Sie
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Dieselbe Verpackung kommt zu Ihnen zurück (Lieferung, B2B-Logistik) | Mehrweg, z. B. Alvobox |
| Einweg ist nötig, die Verpackung bleibt sauber | Recycelbares Papier, z. B. IFoodBag oder Papierbeutel |
| Einweg, Kontakt mit Fett oder Feuchtigkeit | Papier mit Pflanzenöl-Barriere, z. B. PaperLeaf |
| Folie ist unverzichtbar, sie wird mit Speiseresten verschmutzt | Zertifiziert kompostierbare Folie, mit klarer Entsorgungsangabe |
| Sie sammeln Bioabfall im Betrieb | Zugelassene Bioabfallbeutel nach der Regel vor Ort |
Checkliste für den Einkauf nachhaltiger Lebensmittelverpackungen
- Zertifikat mit Nummer verlangen. «Kompostierbar» ohne Norm ist kein Nachweis. Unsere zertifizierten Produkte tragen je nach Produkt EN 13432 bzw. OK compost / OK compost HOME; bei Papier zusätzlich PEFC oder FSC.
- Lebensmittelkontakt prüfen. Fragen Sie nach der Konformitätserklärung für den Lebensmittelkontakt.
- Druckfarben prüfen. Bei bedruckten Verpackungen: Druckfarben ohne Schwermetalle.
- Herkunft und Rückverfolgbarkeit. Alle BioApply-Produkte werden in Europa hergestellt; über einen QR-Code (Plattform Respect Code) ist die Lieferkette vollständig rückverfolgbar.
- Entsorgung vor Ort klären. Fragen Sie Ihren Entsorger, bevor Sie grosse Mengen bestellen – und drucken Sie den richtigen Entsorgungsweg auf die Verpackung.
- Mehrweg zuerst prüfen. Besonders in Deutschland, wo die Mehrwegangebotspflicht gilt, und in der Schweiz mit Blick auf die neue Verpackungsverordnung.
Sie möchten wissen, welche Lösung für Ihren Betrieb passt? Schreiben Sie uns – wir prüfen Ihren Einsatz und die Regeln an Ihrem Standort, bevor Sie bestellen.
Häufige Fragen
Was ist die nachhaltigste Verpackung für Lebensmittel?
Die, die vermieden oder wiederverwendet wird. Wo Einweg nötig ist, sind sauber recycelbare Materialien wie Papier eine gute Wahl. Kompostierbare Verpackungen sind dort sinnvoll, wo die Verpackung mit Speiseresten verschmutzt und mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bioabfall landet.
Dürfen kompostierbare Verpackungen in die Biotonne?
In Deutschland nein – laut Umweltbundesamt gehören Verpackungen aus abbaubaren Kunststoffen in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. In Wien ebenfalls nicht, auch nicht zertifiziert. In der Schweiz entscheidet die Gemeinde. Ausnahmen gibt es für zugelassene Bioabfallbeutel.
Ist Papier immer nachhaltiger als Kunststoff?
Nicht automatisch. Entscheidend sind Beschichtung, Gewicht, Recycling vor Ort und ob das Papier das Lebensmittel ausreichend schützt. Papier mit Kunststoffbeschichtung ist schwer recycelbar; Papier mit Pflanzenöl-Barriere vermeidet dieses Problem.
Was bedeutet «biobasiert»?
Dass der Rohstoff aus nachwachsenden Quellen stammt. Über die Entsorgung sagt das nichts: Biobasierte Kunststoffe können biologisch abbaubar sein, sind es aber oft nicht.
Kann ich nachhaltige Verpackungen mit meinem Logo bedrucken?
Ja. Alle BioApply-Produkte lassen sich mit Ihrem Branding personalisieren – zum Beispiel PaperLeaf, PaperBag, IFoodBag und Alvobox. Bei Druck auf kompostierbaren Materialien verwenden wir Druckfarben ohne Schwermetalle.
Über BioApply
BioApply entwickelt seit 2006 kompostierbare und nachhaltige Verpackungen für Unternehmen. Hauptsitz ist Lausanne, ein weiterer Standort ist Lissabon. Alle Produkte werden in Europa hergestellt – ohne Polyethylen, ohne GVO und mit Druckfarben ohne Schwermetalle – und lassen sich mit Ihrem Branding personalisieren.
Quellen
- Bundesrat / BAFU: Bundesrat stärkt Recycling bei Verpackungen und Abfällen (Medienmitteilung, 24.06.2026)
- Schweizerisches Verpackungsinstitut SVI: Neue Verpackungsverordnung (24.06.2026)
- BAFU: Biokunststoff – alles abbaubar?
- BAFU: Verpackungen (Ökobilanz EURO 2008, Entsorgungswege)
- Umweltbundesamt: Biobasierte und biologisch abbaubare Kunststoffe
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: Mehrwegangebotspflicht
- 48er-Abfallberatung der Stadt Wien: Biokunststoffe